Mittwoch, 30. Oktober 2013
Hattingen setzt Zeichen gegen Rechts - ohne die CDU
axel a. frohnemann, 12:46h
Mit der Veranstaltung "Buntes Hattingen" setzt die Stadt ein Zeichen gegen Rechts. Anlass war eine Demonstration von ProNRW gegen den Umbau der Moschee in Hattingen. Die Gegendemo war ein klares Bekenntnis für Toleranz und Offenheit und gegen Rassismus und Vorurteile. ProNRW will sich die Unsicherheiten in der Bevölkerung, die es zweifelsohne auch gibt, zu Nutze machen und griff mit dumpfen Plattitüden und Populismus die in Hattingen lebenden Muslime in Gänze an. Die Gegendemo war also keine Veranstaltung, die sich für den Umbau der Moschee aussprach. Dies ist ein anderes Thema. Am Samstag ging es vor allem darum, die sich mit einem bürgerlichen Anstrich harmlos gebenden ProNRW-Aktivisten in ihre Grenzen zu weisen.
Deswegen war es auch besonders schön, dass sich in Hattingen ein breites Bündnis aus Parteien, Verbänden, Kirchen und anderen gesellschaftlichen Organisationen zusammenfand. Überrascht war ich allerdings von der Nichtbeteiligung der CDU. Nach dem unglücklichen Agieren der Christdemokraten in Sachen Moscheeneubau, hätte man sich doch sehr gewünscht, dass sie zeigen, dass auch sie gegen Intoleranz und Diskriminierung sind - unabhängig von der Moscheefrage.
Auch wenn die versprengte Gruppe der ProNRW-Anhänger ziemlich mickrig wirkte, darf nicht übersehen werden, dass es durchaus einen Nährboden für dieses Gedankengut gibt, was man beispielsweise in den Kommentaren auf den lokalen Seiten der WAZ sehen kann, wo die Anonymität so manchen dazu bringt, die hässliche Fratze des Hasses zu zeigen.
Das Schweigen und die Nichtbeteiligung der CDU kann ich deshalb nur als perfide Taktik verstehen, auf diesen Zug aufzuspringen und sich die Vorurteile und Unsicherheiten in der Bevölkerung zu Nutzen zu machen. Dies entspricht allem Anschein nach einer Tradition in der CDU: Man denke hier an die Formel "Kinder statt Inder" oder die Kampagnen gegen die doppelte Staatsbürgerschaft oder ausländische Straftäter, die allesamt auf Vorurteilen und Klischees aufbauten und Ängste in der Bevölkerung schürten und ausnutzten. Möchte dies die CDU in Hattingen nun auch?
Nur damit ich nicht falsch verstanden werde: Ich denke, dass eine Diskussion bezüglich des Moscheeumbaus durchaus wünschenswert ist. Eine Diskussion natürlich, die frei ist von Vorurteilen und Intoleranz.
Deswegen war es auch besonders schön, dass sich in Hattingen ein breites Bündnis aus Parteien, Verbänden, Kirchen und anderen gesellschaftlichen Organisationen zusammenfand. Überrascht war ich allerdings von der Nichtbeteiligung der CDU. Nach dem unglücklichen Agieren der Christdemokraten in Sachen Moscheeneubau, hätte man sich doch sehr gewünscht, dass sie zeigen, dass auch sie gegen Intoleranz und Diskriminierung sind - unabhängig von der Moscheefrage.
Auch wenn die versprengte Gruppe der ProNRW-Anhänger ziemlich mickrig wirkte, darf nicht übersehen werden, dass es durchaus einen Nährboden für dieses Gedankengut gibt, was man beispielsweise in den Kommentaren auf den lokalen Seiten der WAZ sehen kann, wo die Anonymität so manchen dazu bringt, die hässliche Fratze des Hasses zu zeigen.
Das Schweigen und die Nichtbeteiligung der CDU kann ich deshalb nur als perfide Taktik verstehen, auf diesen Zug aufzuspringen und sich die Vorurteile und Unsicherheiten in der Bevölkerung zu Nutzen zu machen. Dies entspricht allem Anschein nach einer Tradition in der CDU: Man denke hier an die Formel "Kinder statt Inder" oder die Kampagnen gegen die doppelte Staatsbürgerschaft oder ausländische Straftäter, die allesamt auf Vorurteilen und Klischees aufbauten und Ängste in der Bevölkerung schürten und ausnutzten. Möchte dies die CDU in Hattingen nun auch?
Nur damit ich nicht falsch verstanden werde: Ich denke, dass eine Diskussion bezüglich des Moscheeumbaus durchaus wünschenswert ist. Eine Diskussion natürlich, die frei ist von Vorurteilen und Intoleranz.
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